Wer kennt sie nicht, die leidlichen Rückenschmerzen? Zumindest statistisch wird fast jeder im Laufe seines Lebens mindestens einmal damit Bekanntschaft machen, weshalb ein schmerzender Rücken mittlerweile als Volksleiden gilt. Manchmal steckt eine Krankheit wie Arthrose dahinter. In vielen Fällen findet sich jedoch keine Ursache für den störenden Schmerz. Was wird nicht alles dagegen unternommen! Wärme, Physiotherapie, Medikamente. Das Behandlungsspektrum reicht bis hin zu Opiaten. Doch wie sieht es bei diesem Beschwerdebild mit pflanzlichen Alternativen aus? Kann CBD bei Rückenschmerzen helfen?

CBD als pflanzliche Alternative, auch bei Rückenschmerzen sinnvoll?

Bei CBD, der Kurzform von Cannabidiol, handelt es sich um einen pflanzlichen Wirkstoff, der in Cannabis enthalten ist. Aber anders als jener weitaus bekanntere Cannabis-Inhaltsstoff THC, der den typischen Rausch verursacht, wirkt CBD nicht psychoaktiv.

Beide Cannabis-Bestandteile, also sowohl CBD als auch THC, gehören zu den sogenannten Cannabinoiden, an deren Namensgebung sich auch Stoffe orientieren, die im menschlichen Körper vorkommen: endogene Cannabinoide. Sie gehören dem menschlichen Nervensystem an und sind an zahlreichen Körperfunktionen beteiligt. Wirkungen, die wahrscheinlich auch die Cannabis-Bestandteile auslösen können.

Aus diesem Grund rückten CBD und THC in den letzten Jahren in den Fokus der medizinischen Forschung. So wird ihnen beispielsweise ein therapeutischer Effekt bei Entzündungen und der Schmerzbekämpfung nachgesagt, was auch der Behandlung von Rückenschmerzen zugutekommen kann. Aber auch zur Entspannung sollen sie beitragen können. Die genauen Zusammenhänge müssen allerdings erst noch im Detail erforscht werden.

Der positive Nutzen von CBD lässt sich inzwischen ganz einfach selbst anwenden. Als Nahrungsergänzungsmittel können Sie CBD rezeptfrei und legal kaufen. Cannabidiol ist dabei in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich:

  • CBD-Öl für die sublinguale Einnahme
  • CBD-Kapseln für die orale Einnahme
  • CBD-Salben für die lokale Anwendung, was sich ideal für die Behandlung von Rückenschmerzen eignet

Leidlich und hinderlich: Rückenschmerzen

Wirklich bedrohlich sind Rückenschmerzen selten, aber meist äußerst unangenehm. Sie gehören zu den häufigsten Schmerzformen und treten meist am unteren Rücken auf. Und es sind nicht nur die Schmerzen! Oftmals gehen mit ihnen auch Bewegungseinschränkungen einher, die den Alltag zusätzlich zum Schmerz nachhaltig stören.

Rückenschmerzen lassen sich nach verschiedenen Kriterien einteilen:

  • Dauer: akut, subakut und chronisch
  • Lage
  • Ursache: spezifisch und unspezifisch

Rückenschmerzen stellen keine eigene Erkrankung dar, sondern vielmehr ein Symptom, das seinen Ursprung in anderweitigen Beschwerden hat.

Ursachen von Rückenschmerzen

Lässt sich für die Schmerzen keine eindeutige Ursache identifizieren, sprechen Mediziner von unspezifischen Rückenschmerzen. Das ist beim Großteil der Beschwerden der Fall.

Spezifische Rückenschmerzen lassen sich hingegen auf konkrete Ursachen zurückführen. Dabei werden die Schmerzen beispielsweise verursacht von:

  • eingeklemmten Nerven, Hexenschuss
  • Blockaden
  • Muskelverspannungen, verursacht durch langes Sitzen, einseitige Körperhaltung und falsche Belastung
  • Verschleiß wie bei Arthrose
  • Bandscheibenvorfall
  • Unfall
  • Osteoporose
  • Wirbelsäulenentzündung

Aber auch Erkrankungen wie eine Lungenentzündung oder Gürtelrose, die eigentlich in keiner Verbindung zur Wirbelsäule stehen, können Schmerzen im Rücken auslösen.

Risikofaktoren für Rückenschmerzen

Ob jemand Rückenschmerzen ausbildet oder nicht, hängt darüber hinaus von verschiedenen Risikofaktoren ab:

  • Mangel an Bewegung
  • Muskelverspannungen
  • Fehlbelastungen
  • Veranlagung

Eine große Rolle spielen bei Rückenschmerzen auch psychische Faktoren: Permanente Anspannung, wie sie Stress verursacht, sowie psychische Erkrankungen wie Depressionen beeinflussen auch die Schmerzwahrnehmung. Der Schmerz wird intensiver wahrgenommen, was sich wiederum auf den Verlauf der Rückenschmerzen auswirkt. Gleichzeitig schlagen sich die Schmerzen natürlich ebenso auf die Psyche nieder. Ein echter Teufelskreis!

Behandlung von Rückenschmerzen

Bei spezifischen Rückenschmerzen geht es bei der Therapie um die Beseitigung der Ursache. Sind die Schmerzen jedoch unspezifisch, wie in den meisten Fällen, können lediglich die Symptome gemindert werden. Das erfolgt häufig mit Thermo- oder Physiotherapie, gerade Bewegung erzielt oft eine gute Wirkung. Helfen können ebenfalls Entspannungsverfahren, die Stress und Anspannung entgegenwirken.

Auch Medikamente wie nicht-steroidale Antirheumatika (NASR) gehören vielfach zur Therapie von Rückenschmerzen. In schweren Fällen verordnet der Arzt sogar Opiate.

Hilft CBD bei Rückenschmerzen?

Erste Studien sowie Erfahrungsberichte weisen darauf hin, dass sich Rückenschmerzen ebenfalls mit Cannabinoiden behandeln lassen.

So ist das Endocannabinoid-System, mit dessen Rezeptoren Cannabinoide und damit auch CBD interagieren, auch an der Schmerzwahrnehmung beteiligt. Der Schmerz wird als weniger stark empfunden, wodurch der Leidensdruck abnimmt. Durch diesen Effekt erklärt sich die schmerzlindernde Wirkung, die CBD nachgesagt wird.

Eine entzündungshemmende Wirkung wird ebenfalls bei CBD vermutet. Schmerzen, die von Entzündungen verursacht werden, könnten sich mit der Gabe von Cannabidiol somit behandeln lassen.

Auch die vermutete entspannende Wirkung von CBD kann bei Rückenschmerzen helfen. Die Entspannung, welche CBD vermutlich hervorrufen kann, wirkt der Anspannung entgegen, die die Muskulatur verkrampfen lässt und auf diese Weise Schmerzen im Rücken auslöst. Dieser Entspannungseffekt zeigt sich beispielsweise bei der Regeneration nach dem Sport, wofür Cannabidiol gern genutzt wird.

Welches CBD-Produkt bei Rückenschmerzen?

Bei Rückenschmerzen eignen sich CBD-Salben besonders gut, weil diese äußerlich und lokal angewendet werden. Auf diese Weise können Sie das CBD direkt auf die schmerzenden Stellen auftragen.

Disclaimer: CBD ist ein Nahrungsergänzungsmittel. Seine Anwendung kann den Gang zum Arzt nicht ersetzen. Das ist allein wichtig, um eine mögliche Erkrankung als Ursache auszuschließen. Gerade bei langanhaltenden Rückenschmerzen sollten Sie sich unbedingt in ärztliche Behandlung begeben.