Müde, die Augen fallen fast zu, aber der Schlaf will einfach nicht kommen? Sie wälzen sich im Bett hin und her und starren in die Dunkelheit, womöglich noch den Wecker im Blick, der in wenigen Stunden den Morgen einläuten wird? Probleme beim Einschlafen machen den nächsten Tag zur Tortour, kommen aber leider viel häufiger vor, als uns lieb ist. Bevor Sie zu verschreibungspflichtigen Schlafmitteln greifen, gibt es noch andere Möglichkeiten – hier unsere Einschlaftipps!

Wenn das Schlafen nicht klappt: Gründe für Probleme beim Einschlafen

Um Gegenmaßnahmen zu ergreifen, ist es erst einmal wichtig, die Gründe für die Probleme beim Einschlafen zu kennen. Denn oftmals findet sich hier auch gleich die Lösung.

Mögliche Ursachen für Schlafstörungen sind:

  • die Lebensumstände: So wirkt sich Schichtarbeit auf den Schlaf aus und kann zu massiven Problemen führen, weil der Wach-Schlaf-Rhythmus durcheinandergerät. Aber auch ein zu deftiges Essen am Abend, ein später Kaffee oder Alkoholkonsum können es schwer machen, am Abend in den Schlaf zu finden. Ebenso kann Bewegungsmangel mitunter in Problemen beim Einschlafen münden.
  • schlechte Schlafgewohnheiten: Bis spät in die Nacht fernsehen oder gar arbeiten, obwohl Sie die Müdigkeit längst übermannt hat? Wer nicht auf die Signale seines Körpers hört, die Müdigkeitshinweise ständig übergeht und den abendlichen Gang ins Bett immer wieder aufschiebt, leidet häufig an Einschlafproblemen.
  • die Schlafumgebung: eine durchgelegene Matratze, ein zu kaltes oder warmes Schlafzimmer, zu viel Licht im Raum oder Lärm, der Sie wachhält – kein Wunder, dass es mit dem Schlafen nicht klappen will. Smartphone, Tablet und Co. fungieren obendrein oftmals als zusätzliche Schlafstörer, denn ihr blaues Licht stört die Produktion von Melatonin, dem Schlafhormon.
  • Stress: Häufig ist es Stress, ob beruflicher oder privater Natur, der vom Schlafen abhält. Das Gedankenkarussell mit seinen Sorgen und Ängsten dreht sich abends im Bett oftmals besonders schnell. Probleme beim Einschlafen sind da kein Wunder. Die gereizte und gestresste Stimmung kann aber auch als Folge einer Schlafstörung auftreten, weil es einfach an der nötigen Erholung fehlt. Ein ungünstiger Kreislauf wurde in Gang gesetzt.
  • organische Ursachen: Hält die Schlafstörung länger an, sollten Sie dies unbedingt ärztlich abklären lassen. Denn manchmal verursachen auch Krankheiten Probleme beim Einschlafen.

So werden Sie hoffentlich müde: 9 Einschlaftipps

Eine Nacht ohne Schlaf stehen Sie noch ohne Weiteres durch. Doch wenn Sie öfter – oder gar regelmäßig – gezwungenermaßen die Nacht zum Tag machen und nicht einschlafen können, braucht es ein wenig Unterstützung, um Körper und Geist in den Schlaf zu befördern. Oftmals helfen schon einfache Einschlaftipps.

Schneller einschlafen: Tipp 1 – Rituale

Unser Körper mag Regelmäßigkeit, gerade beim Schlaf. Deshalb gehören Rituale – so einfach es auch klingen mag – zu den wirkungsvollsten Tipps bei Einschlafproblemen: Gehen Sie jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie jeden Morgen zur gleichen Urzeit wieder auf. Schwankungen im Schlaf-Wach-Zyklus verursachen häufig Probleme beim Einschlafen.

Wenn Sie nicht gleich schlummern können, helfen auch Lesen und beruhigende Musik. Smartphone und andere technische Geräte sollten vorm Einschlafen tabu sein.

Schneller einschlafen: Tipp 2 – die richtige Umgebung zum Schlafen

Gesunder Schlaf braucht eine passende Umgebung. Deshalb: Gestalten Sie Ihr Schlafzimmer ansprechend und verbannen Sie alles aus dem Raum, was den Schlaf stören könnte. Wenn möglich sollten Sie auch die Uhr aus dem Schlafzimmer entfernen, die setzt Sie nur unnötig unter Druck, wenn Sie Schlafprobleme plagen.

Lüften Sie vor dem Schlafen noch einmal gut durch, damit sich der Raum etwas abkühlt. Auch der frische Sauerstoff unterstützt beim Einschlafen. Dunkeln Sie den Raum etwas ab. Wenn Sie ein kleines Licht brauchen, nehmen Sie eine warme Lichtquelle.

Schneller einschlafen: Tipp 3 – die Dosis machts

Zu wenig Schlaf ist nicht gut für den Körper, aber auch zu viel kann dazu führen, dass Sie sich den ganzen Tag müde fühlen und einfach nicht in die Gänge kommen. Für die richtige Schlafmenge gibt es kein einheitliches Rezept, schließlich ist jeder Körper anders. Ermitteln Sie also Ihren persönlichen Schlafbedarf und passen Sie Ihre Bettzeiten daran an.  

Schneller einschlafen: Tipp 4 – kein Alkohol und Nikotin vorm Schlafen

Essen Sie am Abend nur etwas Leichtes, damit sich Ihr Körper nachts nicht mit Verdauen beschäftigen muss. Alkohol kann zwar beim Einschlafen helfen, die Probleme zeigen sich aber später. Denn dafür wachen Sie nach Alkoholkonsum in der zweiten Nachthälfte häufiger auf. Erholsam ist das nicht!

Rauchen schadet nicht nur Ihrer Gesundheit im Allgemeinen, sondern versetzt Ihren Körper außerdem in Handlungsbereitschaft. Kein Wunder, wenn Sie dann schlecht einschlafen.

Schneller einschlafen: Tipp 5 – Hausmittel zur Entspannung

Statt schwerer Speisen und anregender Getränke erweisen sich klassische Hausmittel als Einschlafhilfe. Warme Milch, gern auch mit Honig, hilft oft beim Entspannen und lässt Sie danach gut schlafen. Ähnlich schläfrig kann auch ein heißes Bad wirken. Die Wärme lässt Ihre Körpertemperatur sinken und bereitet Sie gut auf den Schlaf vor.

Schneller einschlafen: Tipp 6 – Sport

War der Körper tagsüber ausreichend in Bewegung, wird er abends meist auch schneller müde. Deshalb kann bei Schlafstörungen Sport helfen. Allerdings zur richtigen Zeit. Spätestens drei Stunden, bevor Sie schlafen gehen wollen, sollten Sie zur Ruhe kommen.

Schneller einschlafen: Tipp 7 – aufstehen

Sicher einer der wichtigsten Einschlaftipps: Wenn Sie nicht einschlafen können, wälzen Sie sich nicht sinnlos stundenlang im Bett. Stehen Sie auf und nutzen Sie die Zeit, unausgeschlafen werden Sie am nächsten Tag ohnehin sein. Und am kommenden Abend können Sie bestimmt umso besser einschlafen. Langweilige Tätigkeiten sorgen außerdem dafür, dass Sie ganz schnell müde werden und dann vielleicht auch endlich selig schlummern.

Schneller einschlafen: Tipp 8 – Entspannung

Stress und störende Gedanken haben im Bett nichts zu suchen. Hier hilft es, sich tagsüber aktiv mit den Problemen auseinanderzusetzen, damit sie Sie nachts nicht einholen.

Probleme beim Einschlafen lassen sich überhaupt mit Entspannung gut angehen. Dafür können auch Yoga, Meditation oder andere Entspannungstechniken sorgen.

Schneller einschlafen: Tipp 9 – Einschlafhelfer

Wenn Ihnen das Abschalten dennoch schwerfällt, kommen auch einfache Entspannungsmittel infrage wie Salben oder Cremes. Relativ neu sind hier CBD-Salben. Natürliche Medikamente mit Baldrian, Hopfen und anderen Pflanzen stellen häufig eine gute Alternative zu Schlafmitteln dar, zu denen Sie ohnehin nur im Notfall greifen sollten, weil hier Suchtgefahr droht und Sie den eigentlichen Ursachen der Schlafstörungen nicht auf den Grund gehen. Auch mit CBD-Öl können Sie es einmal probieren, das nutzen viele Menschen bereits erfolgreich gegen Stress und Probleme beim Einschlafen.

Halten die Schlafstörungen trotz Einschlaftipps länger an, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen und Krankheiten als Ursachen ausschließen lassen.