Der Kopf dröhnt und hämmert. Je länger die Kopfschmerzen anhalten, desto belastender sind sie. Besonders schlimm: Migräne, die die Betroffenen in Form von Attacken überfällt. Und das nicht einmal zu knapp. Rund 13 Prozent der Frauen und 7 Prozent der Männer leiden daran. Damit zählt die Migräne zu den häufigsten Schmerzerkrankungen. Mit Cannabidiol scheint ein neuer Hoffnungsschimmer für die Therapie in Sicht. Doch wie ist es darum bestellt? Wir gehen in diesem Beitrag der Frage nach, ob CBD bei Migräne und Kopfschmerz helfen kann.

Was ist Migräne?

Kopfschmerzen kennt sicher jeder. Treten sie über einen längeren Zeitraum auf, werden sie zur enormen Belastung für den Alltag sowie die Gesundheit der Betroffenen und scheinen kaum noch auszuhalten. Als häufigste Formen kommen sie als Spannungskopfschmerz und Migräne vor.

Migräne äußert sich als anfallsartiger Schmerz im Kopf, der sich pulsierend, stechend oder pochend anfühlt. Solche Migräneattacken dauern von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen an. Die Ursachen sind noch nicht genau bekannt, bei der Entstehung von Migräne spielt wahrscheinlich Serotonin eine Rolle. Ausgelöst werden die Attacken durch unterschiedliche Faktoren, sogenannte Trigger, beispielsweise:

  • Stress
  • Schlafmangel
  • Hormonschwankungen
  • Reizüberflutung
  • bestimmte Wetterlagen
  • spezielle Lebensmittel

Meist sind die Schmerzen bei Migräne auf eine Kopfhälfte beschränkt und werden von weiteren Symptomen begleitet. Dazu gehören:

  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Überempfindlichkeit gegen Licht und Gerüche

Im Gegensatz zu anderen Kopfschmerzen verstärkt sich bei einer Migräne der Schmerz bei körperlicher Betätigung. Bei Migräne mit Aura reihen sich noch Sehstörungen in die Symptome ein. Die Behandlung besteht meist aus Medikamenten für die Akuttherapie und einer Prophylaxe, die die Häufigkeit und Intensivität der Migräneattacken lindern sollen.

Der Zusammenhang von CBD und Schmerzen

Hanf wird schon seit vielen Jahrhunderten zur Bekämpfung von Schmerzen genutzt. In den letzten Jahrzehnten rückte nun Cannabidiol, kurz CBD, in das Interesse der medizinischen Forschung. Dabei handelt es sich um ein natürliches Nahrungsergänzungsmittel, das als CBD-Öl und in Form von CBD-Salben nun auch dem Großteil der Bevölkerung zugänglich ist.

In einzelnen Studien konnte bereits eine schmerzlindernde Wirkung aufgezeigt werden. Kann CBD auch bei Kopfschmerz und Migräne helfen?

Eine Studie, die sich ausschließlich mit der Wirkung von CBD bei Migräne beschäftigt, liegt bisher nicht vor. Aber die beobachtete Linderung von Schmerzen bei anderen Krankheiten macht Hoffnung – ebenso die Erfahrungen von Kopfschmerz- und Migränepatienten mit CBD. So konnten bereits viele davon berichten, dass die Einnahme von CBD ihre Beschwerden reduzieren konnte.

Wie wirkt CBD bei Migräne?

CBD gehört wie das ebenfalls in Hanf enthaltene, aber zusätzlich psychoaktiv wirkendende THC zu den Cannabinoiden. Diese Hanf-Wirkstoffe ähneln in ihrer Struktur chemischen Verbindungen, die der Körper selbst produziert und die mit dem Endocannabinoid-System (ECS) des Körpers interagieren. Deshalb kann CBD wahrscheinlich vergleichbare Wirkungen wie die körpereigenen Stoffe hervorrufen, die in die Verdauung, Entzündungsreaktionen, das Nervensystem sowie das Schmerz- und Schlafverhalten eingreifen.

Die Forschung vermutet einen Zusammenhang zwischen CBD und Serotonin, das bei Migräne mutmaßlich aus dem Gleichgewicht gerät. Den näheren Zusammenhang und damit die CBD-Wirkung bei dieser Form von Kopfschmerzen muss jedoch noch näher untersucht werden.

Des Weiteren könnten CBD-Kapseln, -Öl und andere Darreichungsformen bei den bekannten weiteren Symptomen von Migräne Hilfe versprechen und Übelkeit sowie Appetitlosigkeit mindern. Positive Effekte von CBD bei Migräne sind zudem bei der Prophylaxe der Schmerzen zu erwarten. Schlafprobleme stellen beispielsweise ein häufiges Anwendungsgebiet von CBD dar. Ebenso soll das Cannabinoid zur Entspannung beitragen und so Stress gut entgegenwirken.

Disclaimer: Bei CBD handelt es sich um ein Nahrungsergänzungsmittel aus legal angebautem Cannabis, dessen THC-Gehalt auf die gesetzlich vorgeschriebene Menge begrenzt ist. Eine medizinische Behandlung kann das Mittel nicht ersetzen. Gerade bei länger anhaltenden Schmerzen sollten Sie sich unbedingt in medizinische Behandlung begeben.