Den Tag einmal schlecht gelaunt durchzustehen, ist das eine, das andere sind anhaltende Traurigkeit, Lustlosigkeit und dauerhaft gedrückte Grundstimmung. Dahinter könnte sich eine Depression verbergen – eine ernsthafte psychische Erkrankung, aus der die wenigsten von allein wieder herausfinden. Antidepressiva machen in diesem Fall einen wichtigen Baustein der Therapie aus. Doch auch natürliche Mittel scheinen die Psyche beeinflussen zu können. Hilft vielleicht auch CBD bei Depressionen?

Eine schwere psychische Erkrankung: Depressionen

Eine Depression wirkt sich auf das Denken, Handeln und Fühlen aus und kann sich sogar durch körperliche Symptomatik bemerkbar machen. Ihre Ursachen werden in einem multifaktoriellen Zusammenspiel gesehen, bei dem dem Botenstoff Serotonin eine entscheidende Rolle zukommt.

Symptome

Die Depression stellt eine ernste psychische Krankheit dar und lässt sich daher nicht mit vorübergehender Niedergeschlagenheit und Traurigkeit vergleichen. Das Stimmungstief können die Betroffenen eben nicht einfach von allein überwinden, vielmehr manifestiert es sich bei echten depressiven Episoden.

Depressionen zeigen sich vor allem durch folgende Symptome:

  • gedrückte Stimmung, die mindestens zwei Wochen anhält
  • Gefühl von innerer Leere
  • Lustlosigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit

Therapie

Die Symptomatik macht es Betroffenen bei Depressionen schwer bis unmöglich, ihren gewohnten privaten und beruflichen Alltag aufrechtzuerhalten. Allein können sie sich eher nicht von der depressiven Stimmung befreien. Die Therapie bei einer Depression besteht aus den zwei wichtigen Eckpfeilern, die je nach Schweregrad der Erkrankung miteinander kombiniert werden:

  • eine Psychotherapie, die den Umgang mit der Depression verbessern soll
  • antidepressive Medikamente, die die Symptome lindern sollen

Zusätzlich wird die Behandlung manchmal mit Psychoedukation, Ergotherapie und Entspannungsübungen ergänzt. Antidepressiva werden vor allem bei schweren depressiven Episoden verordnet. Allerdings reagiert jeder Mensch anders auf die Medikamente, sodass sich der Behandlungserfolg schlecht abschätzen lässt. Auch kommt es bei der Einnahme von Antidepressiva vermehrt zu Nebenwirkungen.

Hilft CBD bei Depressionen?

CBD, die Kurzform von Cannabidiol, ist ein Wirkstoff der Hanf-Pflanze, der in Form von CBD-Öl und weiteren Darreichungsformen als legales Nahrungsergänzungsmittel erhältlich ist. Dazu zählen CBD-Kapseln und CBD-Salben.

Der Konsum von Cannabis wird durch seine psychoaktive Wirkung gemeinhin eigentlich mit dem Gegenteil des erhofften Erfolges in Verbindung gebracht, weil er zu einer depressiven Stimmung führen kann. Allerdings liegt dies an dem ebenfalls in Cannabis enthaltenen Tetrahydrocannabinol (THC), das wie CBD zu den Cannabinoiden zählt. CBD macht aber nicht high und unterscheidet sich auch in einigen anderen Bereichen in seiner Wirkung von THC.

In Bezug auf Depressionen mehren sich die Hinweise, dass CBD bei depressiven Stimmungen durchaus helfen kann. Einige Studien sehen in Cannabidiol ein großes psychiatrisches Potenzial und halten die Verwendung von CBD als Antidepressiva in der Zukunft für möglich. So scheint CBD zur Stimulation des 5-HT1A-Serotonin-Rezeptors imstande, sodass der Hanf-Wirkstoff vielleicht die Produktion von Serotonin anregen könnte. Zu wenig Serotonin wird als eine potenzielle Ursache von Despressionen betrachtet.

Wirkung von CBD bei Depressionen

Anwenderberichten zufolge soll sich die Einnahme von CBD positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Ein Mechanismus, der sich durch die bisher bekannte Wirkung des Cannabinoids erklärt. CBD kann im Körper an Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems andocken (ECS) und dadurch wahrscheinlich vergleichbare Reaktionen auslösen. Neben einer Beteiligung am Immunsystem, der Verdauung und dem Schlafverhalten soll das ECS auch die Psyche beeinflussen. Dadurch wird CBD bei psychischen Problemen zum großen Hoffnungsträger.

Bei Depressionen könnte CBD vermutlich allein deshalb unterstützen, weil es zur Entspannung beiträgt. Schließlich gilt Stress als ein Auslöser für die Erkrankung. Auf diese Weise kann das natürliche Mittel dem Körper helfen, sich zwischen belastenden und entspannenden Momenten besser auszubalancieren. Ebenso kann CBD bei depressiver Stimmung durch seine vermutete schlaffördernde Wirkung positive Effekte herbeiführen. Dadurch lässt sich vermuten, dass CBD bei Burnout ähnlich vielversprechend wirkt.

Disclaimer: CBD ist ein frei verkäufliches Nahrungsmittel, dessen Wirkung nicht garantiert werden kann. Als eine schwere psychische Erkrankung gehören Depressionen ohnehin in die Hände von Medizinern. Mit diesen sollten Sie wegen möglicher Nebenwirkungen zu anderen Medikamenten auch die Einnahme von CBD absprechen.

In akuten Krisen sollten Sie sich unbedingt Hilfe holen. So können Sie sich beispielsweise an die Notfallnummer der Deutschen Depressionshilfe wenden:

0800 / 11 10 111 und 0800 / 11 10 222