CBD Öl und Hanfsamenöl: Der Unterschied erklärt
Hanfsamenöl und CBD Öl werden im Alltag oft gleichgesetzt – technisch sind es zwei verschiedene Produkte mit unterschiedlicher Herkunft. Der Unterschied beginnt schon bei der Herstellung: Das eine entsteht durch Kaltpressung der Hanfsamen, das andere durch die Extraktion von Cannabidiol aus der Hanfpflanze. Dieser Guide erklärt, worin sich beide Erzeugnisse unterscheiden, wie die Begriffe in der Praxis verwendet werden und worauf es bei der Packungsangabe ankommt.
Was ist Hanfsamenöl?
Hanfsamenöl wird durch Kaltpressung der Samen des Nutzhanfs gewonnen: Die Samen werden getrocknet und gepresst, das gewonnene Öl wird abgefüllt. Cannabidiol ist dabei nicht Bestandteil – es wird dem Öl nicht zugesetzt. Hanfsamenöl ist ein Speiseöl aus der Hanfsaat und wird als Trägeröl, als Speiseöl und in der Kosmetik verwendet.
Weil das Öl aus dem Samen gewonnen wird, enthält es typischerweise einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, darunter Linol- und Linolensäure. Die genaue Zusammensetzung hängt von Sorte und Pressung ab und ist auf der Verpackung bzw. in der Nährwertangabe ausgewiesen.
Was ist CBD Öl?
CBD Öl ist ein Hanfextrakt: Cannabidiol (CBD) wird aus EU-zertifiziertem Nutzhanf gewonnen und mit einem Trägeröl verdünnt, damit das Produkt flüssig bleibt und abgefüllt werden kann. Bei den klassischen Öl-Linien von Cannalin dient Hanfsamenöl als Trägeröl; die Aqua-Linie formuliert das Cannabidiol auf Wasserbasis.
Der Gehalt wird mit zwei Angaben ausgedrückt: Die Prozentangabe (5–50 %) nennt den Cannabidiolanteil der Flasche, die Milligrammangabe die enthaltene Menge pro Flasche. Vollspektrum-Öle behalten weitere Hanfstoffe; beim Breitspektrum (Gold Plus) ist das THC bei der Herstellung entfernt. Zu jeder Charge gehört ein Analysezertifikat (COA).
Die Unterschiede im Überblick
| Merkmal | Hanfsamenöl | CBD Öl |
|---|---|---|
| Herstellung | Kaltpressung der Hanfsamen | Extraktion von Cannabidiol aus Nutzhanf, Verdünnung im Trägeröl |
| Cannabidiol | kein Cannabidiol zugesetzt | enthält Cannabidiol (5–50 % je nach Linie) |
| Typische Verwendung | Speiseöl, Trägeröl, Kosmetik | CBD Öl in Tropfen- und Kapselform |
| Angabe auf der Packung | Zutaten: Hanfsamenöl | Zutaten: CBD (Hanfextrakt), Trägeröl |
| Prüfnachweis | Lebensmittelkennzeichnung | Analysezertifikat (COA) je Charge |
Warum die Begriffe im Alltag vermischt werden
Im Alltag wird „Hanföl” für sehr unterschiedliche Erzeugnisse verwendet: für kaltgepresstes Hanfsamenöl, für Hanfextrakt mit Cannabidiol und manchmal für beides. Maßgeblich ist deshalb nicht das Wort auf der Packung, sondern die Zutatenliste: Wird dort Hanfsamenöl bzw. Hanföl als Zutat genannt, handelt es sich um das Trägeröl. Wird Cannabidiol bzw. CBD als Zutat aufgeführt, ist es ein CBD-haltiges Erzeugnis.
Was die Packungsangabe verrät
- Zutatenliste: Nennt sie Hanfsamenöl als Zutat, ist das Öl der Träger. Nennt sie CBD bzw. Hanfextrakt, ist Cannabidiol enthalten.
- Cannabidiolgehalt: Prozentangabe und Milligrammangabe pro Flasche – die verbindliche Angabe steht auf der Packung.
- THC-Angabe: Bei Vollspektrum unter dem gesetzlichen Grenzwert, beim Breitspektrum laut Deklaration 0 % THC.
- Mindesthaltbarkeitsdatum und Lagerhinweis: Bestimmen, wie lange das Produkt geöffnet haltbar bleibt.
- Analysezertifikat (COA): Liegt je Charge vor und zeigt die analysierten Werte.
Häufige Fragen
Rechtlicher Hinweis: Hanfsamenöl ist ein Lebensmittel, CBD Öl von Cannalin ist kein Arzneimittel. Beide sind kein Arzneimittel, ersetzen keine ärztliche Betreuung und dienen nicht der Behandlung oder Linderung von Krankheiten. Für Cannabidiol als neuartiges Lebensmittel läuft das EU-Zulassungsverfahren; eine abschließende EU-Zulassung steht derzeit noch aus.
Die genauen Angaben zu den Inhaltsstoffen unserer CBD Produkte entnehmen Sie bitte stets der jeweiligen Produktseite.
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