Cannabidiol ist ein Wirkstoff, der aus Cannabis gewonnen wird. Das in Deutschland unter der Abkürzung CBD bekannte Mittel erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Dies liegt an der positiven Wirkung auf den Körper, sowie die menschliche Psyche. Doch wie genau wirkt CBD?

Die schmerzlindernde Wirkung des Wirkstoffes in längst auch in Deutschland allgemein bekannt. Aus diesem Grund wird Cannabidiol seit vielen Jahren von Menschen auch mit chronischen Schmerzen angewendet. Es hat sich zuletzt aber gezeigt, dass der Wirkstoff auch hinsichtlich verringerter Angstzustände sowie einer gewissen Wirkung gegen Depressionen Wirksamkeit zeigt. Aber ist daran wirklich etwas dran? Wir gehen der Sache auf den Grund.

Studien zur CBD Wirkung gegen Depressionen

Als pflanzliche Wirkstoff soll CBD eine natürliche Alternative zu Antidepressiva sein. Depressionen sind in den letzten Jahrzehnten zu einer Volkskrankheit in Deutschland, aber auch in vielen anderen westlichen Ländern geworden. Millionen von Menschen leiden an dieser mentalen Krankheit. Herkömmliche Medikamente haben jedoch häufig relativ starke Nebenwirkungen. Dazu gehören etwa Beschwerden bei der Verdauung, verstärktes Auftreten von Müdigkeit und auch verringertes Libido.

Das Naturheilmittel CBD ist vor allem deshalb als Wirkstoff ins Blickfeld geraten, weil diese Nebenwirkungen beim entsprechenden Konsum nicht auftreten. Aber wirkt es nun gegen Depressionen? Ganz eindeutig ließ sich dies bislang nicht feststellen. Immerhin konnten Studien an Menschen, die im Jahr 2005 durchgeführt wurden, zumindest feststellen, dass der Serotoninspiegel beim Konsum von CBD erhöht wird. Und Serotonin-Mangel geht häufig mit Depressionen einher. Festgestellt wurde in einer weiteren Studie an Ratten, dass bei den Tieren eine antidepressive Wirkung festzustellen war.

Auch das Wachstum von Neuronen wird durch den Konsum von CBD aktiviert. Dies hängt mit neuroprotektiven Eigenschaften zusammen, die bei diesem Wirkstoff zur Geltung kommen. Der Wirkstoff Cannabidiol kann also potenziell einer Verkleinerung der Hirnregion Hippocampus vorbeugen. Der Hippocampus verkleinert sich bei vielen chronisch depressiven Menschen.

Wirkung gegen Ängste und Panikattacken

Auch Angstzustände plagen viele Menschen. Immer mehr Menschen, die mit Ängsten aufgrund etwa traumatischer Erlebnisse konfrontiert sind, greifen immer öfter auf CBD-Produkte zu, da diese eine gewisse Wirkung aufweisen. Der Konsum wirkt beruhigend, was diesen Menschen das Leben mitunter erleichtern kann. Auch die Gelassenheit in Situationen, die Stress verursachen, wird durch den Konsum von CBD gefördert.

Diese Lösung von Ängsten, sowie die Vorbeugung vor Panikattacken, ist durch Studien bestätigt worden. Die Universität Leipzig beispielsweise hat eine entsprechende Studie im Jahr 2019 veröffentlicht. Diese ergab, dass mehr als 50% der Teilnehmer Linderung ihrer Angst Werte aufwiesen, nachdem sie CBD konsumiert haben.

Schmerzmittel gegen die CBD Wirkung

Die bekannteste Wirkung von Cannabidiol ist jedoch die Reduktion von Schmerzen. Studien haben gezeigt, das CBD je nach Dosis bei leichten, aber auch bei stärkeren Schmerzen für Linderung sorgen kann. Dies liegt daran, dass CBD Laboruntersuchungen zufolge an den Rezeptoren des Endokabinoid-Systems andocken. Dieses System ist beim Menschen für die Linderung von Schmerzen zuständig und spielt letztlich auch bei der Hemmung von Entzündungen eine Rolle.

Forschung zufolge lässt sich die Wirkung von CBD auch dadurch erklären, dass durch diese Wirkung auf das Endokabinoid-System auch die körpereigene Produktion von Cannabidiol angekurbelt werden kann.

Was ist die richtige CBD Dosierung?

Menschen, welche die Wirkung wie oben beschrieben auch zu ihren Gunsten nutzen möchten, müssen jedoch zunächst die Frage nach der Dosierung beantworten. Diese ist zumindest beim Rauchen von CBD-haltigen Hanf relativ schwierig. Schon besser funktioniert dies mit Kapseln oder bei der Einnahme von entsprechenden Ölprodukten.

Als allgemeine Standarddosis gilt die Verwendung von 50 bis 100 mg Cannabidiol. Es empfiehlt sich, um die ideale Dosis für die eigenen Bedürfnisse zu ermitteln, mit einer kleinen Dosis zu starten. Diese kann dann nach und nach gesteigert werden, bis die gewünschte Wirkung eintritt.

Cannabis-Produkt ohne Suchtpotential

Sorgen machen, dass der Konsum von CBD süchtig macht, braucht man sich im Gegensatz zu anderen Wirkstoffen, in Cannabis enthalten sind, keine machen. Denn CBD ist nicht zuletzt auch deshalb legalisiert worden, weil eben kein Suchtpotenzial besteht.

Ist CBD in Deutschland legal?

In Deutschland ist CBD als Einzelsubstanz grundsätzlich legal konsumierbar. Dies liegt daran, dass es sich um keinen Suchtstoff handelt. Wäre dem so, dann würde das Produkt unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Auch die World Health Organisation hat Cannabidiol als unbedenklich eingestuft.

Anzumerken ist, dass CBD-Produkte nur dann legal sind, wenn sie keine anderen verbotenen Substanzen enthalten. Es empfiehlt sich daher, vor dem Erwerb eines entsprechenden Produktes die Verpackungsbeilage durchzulesen. Es sollte überprüft werden, ob tatsächlich keine verbotenen Substanzen enthalten sind. Andernfalls könnte man sich beim Konsum solcher Produkte unter Umständen strafbar machen.

CBD hat in den letzten Jahren auch in Deutschland viel Verbreitung gefunden, was die Nutzung als Medikament anbelangt. Immer mehr Menschen setzen CBD zur Linderung von Ängsten, Panikattacken und Depressionen ein. Da bei der Nutzung von reinen CBD-Produkten kein Suchtpotenzial besteht, stellen diese also eine durchaus spannende Alternative zur herkömmlichen Behandlung dieser psychischen Zustände und Erkrankungen dar.